Rastenberger Kunst-Herbst e. V.
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Nach der Reformation in Deutschland gab es in Thüringen kaum noch Katholiken. Durch die Entdeckung von Kalisalzschichten bei Rastenberg begann man 1907 an der Grenze zu Sachsen Anhalt einen Schacht zu teufen, der 1911 in Betrieb genommen wurde.
Dies war der Anlass, dass damals viele Bergleute aus Polen und Italien in Rastenberg ansässig wurden.
Die Masse dieser Bergleute war katholisch.Auf Grund der nun in Rastenberg ansässigen Katholiken wurde noch während des ersten Weltkrieges in den Jahren 1915 bis 1916 eine Bergarbeiterkapelle gebaut. Sie trägt den Namen Josefs des Arbeiters.
Besondere Kleinodien der Kirche sind zwei farbige Glasfenster mit der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, und der heiligen Elisabeth von Thüringen.
In Folge mangelnder Rentabilität wurde 1926 die Kaliförderung eingestellt. Daraus ergab sich, dass die ausländischen Arbeitskräfte die Stadt und die Umgebung verließen.
Die katholische Josefskirche wurde dem Erfurter Domamt übertragen. In der Praxis hieß das,
die Kirche wurde von 1926 bis 1941 nicht mehr genutzt, weil es im Umkreis von Rastenberg keine
Katholiken gab.
Eine Wiederbelebung für die Josefskirche kam 1941. Zu diesem Zeitpunkt siedelten die ersten katholischen Christen aus dem Saarland und dem Ruhrgebiet in der Region Rastenberg. Sie flüchteten vor der Bombar- dierung ihrer Heimat. Ab 1945 erstarkte die katholische Gemeinde enorm durch die sich ansiedelnden Vertriebenen aus den Sudeten, Schlesien und Ostpreußen.
Anfang der 50 er Jahre wurde Rastenberg eine selbständige Seelsorgstelle mit einem Pfarrkurat.
Außerdem arbeiteten bereits zwei Ordensschwestern in der Seel-und Sozialfürsorge.
Nach der Wende wurde im Rahmen der Kirchengebietsreform auch die Pfarrei aufgelöst und der Pfarrei Weimar als Filialgemeinede angegliedert.
Im Sommer 2002 erreichte Rastenberg das Gerücht, dass das Kirchengebäude verkauft, womöglich zweckentfremdet genutzt oder abgerissen werden sollte. Das rief Unmut unter der Bevölkerung hervor. Im September 2002 wurde durch den Kirchenvorstand in Weimar definitiv festgelegt, die Kirche St. Josef. In Rastenberg einer anderen Nutzung zuzuführen bzw. sich von dieser Immobilie zu trennen.
Durch die Initiative des damaligen Bürgemeisters Andreas Vogel wurde vom 21.09. bis 30.11.2002
der erste "Rastenberger Kunstherbst" durchgeführt.
Dadurch wurde Zeit für Verhandlungen mit dem bischöflichen Amt in Erfurt gewonnen.
Im Anschluss an den ersten "Rastenberger Kunstherbst" bildeten sich zwei Vereine, die den Erhalt
der Josefskirche sichern sollten.
Am 25.11.2002 gründeten Bürger der Stadt Rastenberg und dem Finne.Gebiet den
"Rastenberger Kunst-Herbst e.V."
Fast zur gleichen Zeit, am 11.12.2002 fanden sich 16 Bürger aus Rastenberg, Hardisleben und
Buttstädt zusammen, um den "Förderverein Josefskirche e.V." zu gründen.
Am 24.11.2003 kam es zwischen dem bischöflichen Stuhl in Erfurt und der Stadt Rastenberg zu
einem Kaufvertrag und die Stadt Rastenberg ist seit dem Eigentümer der Immobilie in der Kirchallee 18.
Somit ist dieses Gebäude, welches einmal aus dem Rastenberger Stadtbild verschwinden sollte,
nicht nur ein Ort kirchlicher Gottesdienste, sondern ein Anziehungspunkt von Ausstellungen,
Vorträgen und Begegnungen und ist weit über die Grenzen von Rastenberg bekannt.
Die Geschichte der Josefskirche Rastenberg